Ratgeber

Genug Betrug!

So schützen Sie sich vor Telefon- und Internetfallen

Titelbild zum Beitrag «Genug Betrug!»

Ob am Telefon oder online – Betrügerinnen und Betrüger werden immer raffinierter. Allein 2024 wurden im Kanton Schwyz 575 Betrugsdelikte angezeigt, und die Dunkelziffer ist hoch. «Viele Betroffene erstatten aus Scham keine Anzeige», erklärt Pascal Simmen, Chef Prävention der Kantonspolizei Schwyz. Mit der Kampagne «Genug Betrug!» ruft die Polizei die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu sein.

Telefonbetrug: Die Masche mit Druck und Angst

Falsche Polizisten, vermeintliche Bankmitarbeitende oder angebliche Angehörige: Telefonbetrüger geben sich als Vertrauenspersonen aus und setzen ihre Opfer mit dramatischen Geschichten unter Druck, das Bankkonto sei nicht sicher, ein Angehöriger habe einen Unfall verursacht, ein sofortiger Geldtransfer sei nötig. Oft holen angebliche «Vertrauenspersonen» Bargeld direkt an der Haustüre ab. Besonders ältere Menschen sind im Visier, betroffen sein kann aber jede und jeder.

Cyberbetrug: Fallen im Netz

Auch online lauern Gefahren. Phishing-Mails oder gefälschte SMS locken auf täuschend echte Webseiten, um Passwörter oder Kreditkartendaten abzugreifen. Beliebt ist auch der Bestellbetrug: Opfer zahlen für Ware, die nie geliefert wird. Besonders perfide ist der Online-Anlagebetrug, bei dem über soziale Medien hohe Gewinne mit Kryptowährungen versprochen werden, das Geld aber direkt auf den Konten der Betrüger landet.

Wachsamkeit schützt

«Betrüger arbeiten mit geschickter Manipulation. Sie bauen Vertrauen auf, setzen unter Zeitdruck oder versuchen einzuschüchtern», warnt Pascal Simmen. Schon einfache Vorsichtsmassnahmen senken das Risiko deutlich:

  • Misstrauisch sein, wenn jemand am Telefon Geld oder sensible Daten verlangt.
  • Niemals Passwörter, PINs oder Codes per Telefon, Mail oder SMS weitergeben.
  • Verdächtige Gespräche sofort beenden. Die Polizei verlangt nie Geld am Telefon.
  • Keine unbekannten Links anklicken, auch wenn Nachrichten offiziell wirken.
  • Mit Familie oder Freunden über verdächtige Situationen sprechen.
  • Jeden Betrugsversuch der Polizei melden, auch ohne entstandenen Schaden.

Weitere Informationen: sz.ch/telefonbetrug und sz.ch/cybercrime.

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