Auf dem Wasser
Wassersport auf dem Vierwaldstättersee
Der Vierwaldstättersee ist einer der bekanntesten Seen der Schweiz. Er liegt im geografischen Herzen des Landes, umgeben von steilen Felswänden, bewaldeten Hängen und kleinen Dörfern. Brunnen, Gersau, Ingenbohl und Küssnacht am Rigi sind die Schwyzer Ausgangspunkte für einen der vielseitigsten Wassersport-Schauplätze der Deutschschweiz. Der See ist 114 Quadratkilometer gross, bis zu 214 Meter tief und in mehrere Becken unterteilt.
Ein See mit Charakter
Der Vierwaldstättersee ist kein zahmes Gewässer. Er reagiert empfindlich auf Wetterveränderungen, und wer ihn unterschätzt, kann schnell in Schwierigkeiten geraten. Die berühmte Föhnlage, die sich besonders im Frühjahr und Herbst über die Alpenpässe entlädt, bringt frischen Wind und belebte Wasseroberflächen, für Segler und Windsurfer begehrt, für weniger Erfahrene ein Grund zur Zurückhaltung.
Auch im Hochsommer bleibt das Wasser erfrischend kühl. Die Oberflächentemperatur erreicht selbst in den wärmsten Wochen selten mehr als 20 Grad, da der See sehr tief ist und das kalte Tiefenwasser die Temperatur reguliert.
Die Schwyzer Uferorte
Brunnen ist der bekannteste Wassersportstandort auf Schwyzer Seite. Das Dorf liegt am Zusammenfluss von Urner- und Gersauer Becken, wo die Windverhältnisse besonders unberechenbar sind, das macht es zu einem der beliebtesten Windsurfspots der Schweiz. Gersau liegt stiller: Das einstige Republikdorf schmiegt sich an einen nach Süden geöffneten Abschnitt und ist windgeschützter, ideal für Stand-up-Paddling, Kajaktouren oder das Schwimmen vom Ufer aus.
Küssnacht am Rigi bietet mit seinem geschützten Seearm eine ruhige Bucht, die sich für Familien mit Kindern eignet. Ingenbohl und Morschach ergänzen das Bild mit gut erreichbaren Zugängen zum Wasser und Blick auf die Bergpanoramen.
Was der See bietet
Segeln zählt zu den ältesten Freizeitaktivitäten auf dem See; mehrere Clubs bieten Kurse und Liegeplätze. Windsurfen hat in Brunnen eine treue Gemeinschaft, die kombinierten Wind- und Wellenbedingungen bei Föhn ziehen Fortgeschrittene aus der ganzen Deutschschweiz an. Stand-up-Paddling ist auch für Ungeübte zugänglich, Verleih und ruhige Einstiegsstellen gibt es in Gersau und Brunnen.
Kajaktouren lassen sich gut planen, die Etappen zwischen den Uferorten sind überschaubar. Tauchen bietet an ruhigen Tagen überraschend gute Sicht und interessante Steilwände. Motorbootfahren ist reguliert, ab einer bestimmten Motorleistung ist ein Bootsführerausweis obligatorisch.
Gut erreichbar ohne Auto
Ein praktischer Vorzug des Schwyzer Seeufers ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr: Brunnen liegt direkt an der Bahnlinie Zürich–Luzern–Bellinzona, Küssnacht am Rigi ist per S-Bahn aus Luzern erreichbar. Die Kursschiffe der Schifffahrtsgesellschaft verbinden die Schwyzer Uferorte untereinander sowie mit Luzern und Flüelen, für viele Gäste bereits der erste Höhepunkt des Tages.


